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Was ist ein Passivhaus?
Das Passivhaus ist die konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses nach der Energie-Einsparverordnung (EnEv).
Es hat seinen Namen daher, dass "aktiv" keine Energie zugeführt werden muss, sprich es klimatisiert sich selbst.

Es nutzt die in seinem Inneren vorhandenen Energiequellen zur Beheizung. Personen und Elektrogeräte im Haus strahlen Wärme aus, die in der Lüftungsanlage durch die Abluft auf dem Weg nach draußen rück gewonnen, und mit der Zuluft wieder zugeführt wird.

Eine herkömmliche Heizung wird dadurch überflüssig.
Unterstützend wird die zugeführte Außenluft durch einen Erdwärmetauscher und ein kompaktes, elektrisches Heizaggregat vorgewärmt. Selbst an kalten Wintertagen beträgt die Temperatur im Haus behagliche 21° C. Erfahrungsgemäß wird diese Temperatur wesentlich wärmer empfunden, da durch die Dichte der Außenhülle im Haus keine Zugwinde herrschen.
Durch die genannten Eigenschaften sind, gegenüber einem vergleichbaren Niedrigenergiehaus nach herkömmlicher Bauweise, Einsparungen der Heizkosten von bis zu 80 % möglich.
Optional ist eine Kühlung der Zuluft möglich.
Im Sommer wird somit ein klimaanlagenähnlicher Effekt erreicht.
Die Baukosten für ein Passivhaus betragen ca. 15% mehr gegenüber einem herkömmlichen Haus.
Eine Investition, die sich lohnt: Bei erwartungsgemäß steigenden Preisen für Öl und Gas sowie guten Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten, ist der Mehraufwand nach ca. 10 Jahren amortisiert.
Zum Vergleich: Thermografische Aufnahmen
Konventionelle Bauweise:

Passivhaus-Standard:

Der erhebliche Wärmeverlust des konventionellen Hauses wird bei der Aufnahme deutlich. Das Passivhaus hingegen speichert die Energie im Inneren.


