Presseinformationen
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Koblenzer WohnBau – Erfolgreicher Abschluss des Geschäftsjahres 2007
Aufsichtsratsvorsitzende Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein und Geschäftsführer Michael Siegel stellten der Gesellschafterversammlung am 02.07.08 den Jahresabschluss 2007 der Koblenzer WohnBau GmbH vor, des kommunalen Wohnungsunternehmens der Stadt Koblenz. Dieser war von umfangreichen Investitionen in den eigenen Wohnungsbestand und in kommunale Infrastrukturprojekte geprägt.
Immobilienbetreuung
· Umfangreiche Investitionen in den Wohnungsbestand
In die kontinuierliche Modernisierung und Instandhaltung des umfangreichen eigenen Wohnungsbestandes von 3.305 Einheiten wurden insgesamt 5,6 Mio. € investiert. Davon flossen 2,3 Mio. € in die Modernisierung von Wohnungen, 3,3 Mio. € wurden für Instandhaltungsmaßnahmen verwendet. 92 Wohnungen wurden dabei umfassend saniert und einem aktuellen Wohnstandard angepasst. Außerdem erfolgte die energetische Sanierung mehrerer Gebäude mit Wärmedämmverbundsystemen. Es wurde ein regelmäßiger E-Check der Wohnungen eingeführt, der der zusätzlichen Sicherheit der Mieter dient. Außerdem sollen 2008 die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass alle Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet werden. Der größte Teil der erfolgten Investitionen wurde durch die heimische Bauwirtschaft ausgeführt und sichert dort zahlreiche Arbeitsplätze.
Der Koblenzer Immobilienmarkt blieb auch im Jahr 2007 entspannt. Trotzdem wurden durch die WohnBau 407 neue Mietverträge abgeschlossen. Der Anfang 2007 veröffentlichte neue qualifizierte Mietsiegel führte zu Mietanpassungen. Trotzdem liegt die durchschnittliche Miete/m² der Koblenzer WohnBau mit 4,49 € um rund 1,-- € unter der durchschnittlichen ortsüblichen Miete in der Stadt Koblenz. Die Vermietungsquote im eigenen Wohnungsbestand lag bei 94,5 %. Dabei wurde die Leerstandssituation durch die problematischen Siedlungsgebiete Am Luisenturm, In den Mittelweiden und Großsiedlung Neuendorf wesentlich geprägt. Die Quote der jährlichen Fluktuation lag bei 11,95 %. Die Stadt Koblenz beabsichtigt ein kommunales Wohnraumversorgungskonzept zu erstellen. An diesem arbeitet auch die Koblenzer WohnBau intensiv mit.
- Neubau - Generationenübergreifendes Wohnen in der ehemaligen Boelcke-Kaserne
Das erste Projekt des generationenübergreifenden Wohnens in Koblenz verfügt neben 11 Wohnungen über einen Gemeinschaftsraum, ein Gästeapartment sowie einen gemeinsam nutzbaren Garten. Das Wohnprojekt wird sozialwissenschaftlich begleitet, wobei diese Begleitung vom Land Rheinland-Pfalz gefördert wird. Das gesteckte Ziel, eine Bewohnergruppe aller Altersstufen zu bilden, ist gelungen. Die Koblenzer WohnBau investierte rund 5,3 Mio. € in die insgesamt 44 Mietwohnungen, die jeweils über Balkone, Aufzüge und eine Tiefgarage verfügen. Die Einweihung erfolgte im Sommer 2007 im Beisein von Finanzminister Prof. Dr. Deubel und Oberbürgermeister Dr. Schulte-Wissermann.

Mehrgenerationenhaus in der Boelcke - Kaserne
Neubau- und Sanierungsprojekte für die Stadt Koblenz
Außer den vielfältigen Aufgaben der Immobilenverwaltung des eigenen und fremden Wohnungsbestandes setzte die Koblenzer WohnBau im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 eine Reihe von Projekten für den Gesellschafter, die Stadt Koblenz, um. Dazu gehörten auszugsweise:
- Umbau und Sanierung Fachhochschule Finkenherd, Koblenz-Karthause
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten die Sanierungsarbeiten zum Umbau der ehemaligen Fachhochschule in eine Berufsbildende Schule zum Abschluss gebracht werden. Letzter Baustein war die Neuanlage der Außenflächen, die in Abstimmung mit Schulverwaltung, Schulleitung und Schülern erfolgte. Das sanierte Schulgebäude ist nun eine der modernsten Schulen, über die die Stadt Koblenz verfügt. Bemerkenswert ist auch, dass durch die umfangreiche energetische Sanierung der Energieverbrauch um die Hälfte gesenkt werden konnte.

Ehemalige Fachhochschule Karthause, Finkenherd
· Ergänzungsbau Diesterwegschule/Grundschule / St. Kastor
Bei dem neuen Ergänzungsbau für die Diesterwegschule und Grundschule St. Kastor handelt es sich um die zweite Schulmensa, die durch die Koblenzer WohnBau für die Stadt Koblenz errichtet wird. Neben den mensatypischen Räumen umfasst das Projekt auch einen naturwissenschaftlichen Raum sowie zwei Gruppenräume, eine Bibliothek und ein Arzt-/Elternzimmer. Die Mensa wurde Anfang 2008 fertig gestellt und in Betrieb genommen.
Ein weiteres Großprojekt der Koblenzer WohnBau ist der Neubau der Schulturnhalle des Max-von-Laue Gymnasiums mit zusätzlichen 6 neuen Klassenräumen und einer ergänzenden Sanierung im Bestandsgebäude des Gymnasiums. Nach dem Vorliegen der genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen wurde 2007 zuerst der Abriss der alten Schulturnhalle durchgeführt, um Platz für das neue Gebäude zu schaffen. Inzwischen ist das Bauvorhaben soweit vorangeschritten, dass es bis zum Ende der Sommerferien 2008 fertig gestellt werden wird. Gleichzeitig mit dem Neubau erfolgt ein Umbau im Schulgebäudebestand.
- Jugend- und Bürgerzentrum Karthause
Nach einer intensiven Phase der Beteiligung, Planung und Genehmigungen wurde inzwischen das Jugend- und Bürgerzentrum im Koblenzer Stadtteil Karthause fertig gestellt und der Stadt übergeben. Durch multifunktionale, gemeinschaftlich oder separat nutzbare Räume lassen sich dort Familienfeste ebenso organisieren wie Discos oder Kursangebote. Das gesamte Grundstück umfasst rund 2300 m². Insgesamt wurde eine Nutzfläche von rund 500 m² in den beiden Geschossen des Objektes geschaffen. Dabei investierte die Koblenzer WohnBau insgesamt rund 1,9 Mio. € von denen zwei Drittel von Bund und Land im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ gefördert werden.
· Schulsanierung
Die WohnBau führt nun im dritten Jahr die Schulsanierung für die Stadt Koblenz durch. Eine Vielzahl von Projekten wurde auch 2007 abgewickelt. Insgesamt waren dies gemäß der durch den Schulträgerausschuss genehmigten Budgetplanung mehr als 37 Maßnahmen mit einem Kostenvolumen von über 5 Mio. €. Dazu gehörten abschließende PCP und PCB Schadstoffsanierungen, die rund 800 T€ umfassten sowie eine Reihe von Toilettensanierungen für über 1,2 Mio. €. Fenstersanierungen machten etwa 850 T€ des Budgets aus.
Daneben wurden 15 Zusatzaufträge mit einem geschätzten Kostenvolumen von rund 1,1 Mio. € begonnen bzw. abgewickelt. Die bemerkenswerteste Maßnahme ist dabei die komplette Dachstuhlerneuerung der Schenkendorfschule für mehr als 900 T€. Für die laufende Instandhaltung wurden rund 800 T€ aufgewendet.
Jahresergebnis 2007
Bauliche Aktivitäten im eigenen Bestand und bei der Schulsanierung führten zu einer Erhöhung der Bilanzsumme auf 144,6 Mio. €. Trotz der hohen Investitionen in Neubau und Bestand erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von 467 T€. Davon werden nach dem Beschluss der Gesellschafterversammlung 450 T€ der Bauerneuerungsrücklage zugeführt. Diese dient zukünftigen Instandhaltungsmaßnahmen des Wohnungsbestandes.
Michael Siegel
Geschäftsführer
Koblenzer WohnBau
Zahlen, Daten, Fakten zum Geschäftsjahr 2007
Gesellschafter: Stadt Koblenz 100 %
Bilanzsumme : 144,6 Mio. €
Eigenkapitalquote: 20,2 %
Jahresüberschuss 2007: 466.807,34,-- €
Bilanzgewinn 2007: 197.989,76,-- €
Verwaltete Wohnungen/Gewerbeeinheiten: 3.532, davon 3.305 eigene
Durchschnittsmiete: 4,49 € / m² Wohnfläche
Betriebskosten: 1,62 € / m² Wohnfläche
Heizkosten: 0,68 € / m² Wohnfläche
Mod.-/Instandhaltungsinvestitionen: 25,90 € /m² Wohnfläche
Wohn-/Nutzfläche: rund 216.150 m²
Vermietungsquote: 94,5 %
Kündigungsquote: 11,95 %
MitarbeiterInnen: 47
Koblenz, den 03.07.08
Ansprechpartner: Michael Siegel
0261/30454-11


