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Presseinformationen

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Koblenzer WohnBau - Geschäftsjahr 2004 stand im Zeichen neuer Aufgaben

- Modernisierung und Instandhaltung auf hohem Niveau weitergeführt.

Der Jahresabschluss 2004 der Koblenzer WohnBau wurde am 12.07.05 von Aufsichtsratsvorsitzendem Bürgermeister Dieter Muscheid und Geschäftsführer Michael Siegel vorgestellt und durch die Gesellschafterversammlung verabschiedet. Er stand im Zeichen vielfältiger neuer Aufgaben für das städtische Wohnungsunternehmen.

Es wurde mit dem Bau einer Mensa für das Schulzentrum Asterstein begonnnen, nachdem hierfür die Genehmigung der Kommunalaufsicht vorlag. Im Rahmen der Ganztagsschulbetreuung werden hier ab Herbst 2005 etwa 100 Schüler mit Essen versorgt. Eine zweite Mensa soll durch die WohnBau auf dem Gelände der Diesterweg - Schule und Grundschule St. Castor entstehen.

Außerdem hat die WohnBau zum 31.12.2004 die ehemalige Fachhochschule Karthause-Finkenherd vom Land Rheinland-Pfalz für cirka 3,5 Mio. € erworben und an die Stadt Koblenz vermietet. Ab 2005 werden die Gebäude von Grund auf saniert und für eine Berufsschulnutzung umgebaut.

Im Bund-Länderprogramm "Soziale Stadt" soll die Koblenzer WohnBau im Stadtteil Karthause-Flugfeld ein Jugend- und Bürgerzentrum errichten. Als Grundlage hierfür wurde ein Projektierungsvertrag zwischen Stadt Koblenz und der WohnBau abgeschlossen. Die in dem Gebiet tätige Quartiersmanagerin und der beteiligte Förderverein "Jugend auf der Karthause" haben unter Beteiligung von Bürgern und Jugendlichen Anregungen und Bedarfe für den Neubau des Zentrums ermittelt.

Außerdem erfolgten im abgelaufenen Geschäftsjahr umfangreiche Verhandlungen mit der Stadt zur Übertragung der Sanierung der städtischen Schulen durch die Koblenzer WohnBau. An den 45 Schulgebäuden der Stadt existiert nach Kostenschätzungen ein Sanierungsstau von rund 50 Mio. €. Um diesen Stau zu beseitigen wurde im März 2005 ein Rahmenvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren abgeschlossen, der die Koblenzer WohnBau mit dieser anspruchsvollen Aufgabe betraut. Neben der laufenden Instandhaltung führt die WohnBau nicht nur die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen in einem Zeitraum von zwölf Jahren durch, sondern finanziert diese auch. Im Gegenzug zahlt die Stadt ein entsprechendes Entgelt über die gesamte Vertragslaufzeit von dreißig Jahren.

Im Fördergebiet der Sozialen Stadt am Luisenturm begannen die Umbauten der Häuser Am Luisenturm 10/12 und 14/16, so rechtzeitig, dass die Fertigstellung im Frühjahr 2004 erfolgte. Die Mieter konnten im Sommer nach den notwendigen Malerarbeiten einziehen und ihr neues Heim genießen. Nach der Bewilligung der öffentlichen Mittel für den nächsten Bauabschnitt Am Luisenturm 3 und 5 wurde Anfang des Jahres mit dem Umbau der Gebäude begonnen. Auch hier zogen die Mieter noch vor Weihnachten 2004 in ihre neuen Wohnungen. Bereits schnell waren im Frühjahr eigene Verschönerungsmaßnahmen durch Bepflanzen der Außenanlagen oder Möblierung der Terrassen und Straßengärten mit Gartenmöbeln zu sehen. Die Herstellungskosten lagen für den ersten und zweiten Bauabschnitt vor Verrechnung der geflossenen Zuschüsse in Höhe von 478 T€ bei insgesamt 2,82 Mio. €.

Die Vertreter der WohnBau wiesen außerdem auf die kontinuierliche Modernisierung und Instandhaltung des übrigen Wohnungsbestandes hin. Hierfür wurden insgesamt 5,0 Mio. € investiert. Mehr als 100 Wohnungen wurden dabei mit aktuellen Heizungen, Bädern, Elektrik, Böden und Türen versehen. Der größte Teil dieser Investitionen wurde durch die heimische Bauwirtschaft ausgeführt und sicherte dort Arbeitsplätze.

Neue Reihenhausbebauung in der Boelcke-Kaserne                       

                         Neue Reihenhausbebauung in der Boelcke-Kaserne

Die umfangreichen baulichen Aktivitäten und der Kauf der Fachhochschule führten zu einer Erhöhung der Bilanzsumme auf 117,9 Mio. €. Trotz der hohen Investitionen in Neubau und Bestand erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von 332 T€. Davon werden nach dem Beschluss der Gesellschafterversammlung 300 T€ der Bauerneuerungsrücklage zugeführt. Diese dient zukünftigen Instandhaltungsmaßnahmen des Wohnungsbestandes.

Die Betriebskosten beeinflussen heute besonders die Vermietbarkeit von Wohnungen. Gemeinsam mit dem Eigenbetrieb Abfallentsorgung der Stadt Koblenz hat die WohnBau deshalb in zwei Wohngebieten, die besonders von hohen Müllgebühren betroffen waren, ein Müllmanagement installiert. Hierfür wurde ein spezieller Rahmenvertrag abgeschlossen. Dies hat in der Großsiedlung in Koblenz-Neuendorf bereits für das abgelaufene Jahr zu einer deutlichen Reduzierung der Müllgebühren geführt.

Die Lage am Koblenzer Immobilienmarkt blieb auch im Jahr 2004 schwierig. Die Leerstandsquote lag 2004 bei durchschnittlich 5,2 %, bereinigt um zum Verkauf stehende Objekte, bereits vermietete Wohnungen und dauerhaft nicht vermietbare Einheiten. Dabei war der Leerstand in den problematischen Siedlungsgebieten der WohnBau überdurchschnittlich hoch und erforderte ein besonders engagiertes Vorgehen. Die Quote der jährlichen Kündigungen betrug zum 31.12.2004 12,47 % (423 Kündigungen). Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr war insbesondere durch Umsetzungen von Mietern vor dem Abriss von Objekten in den Mittelweiden bedingt. Hier wird die WohnBau 2005 die Umgestaltung des Wohngebietes weiterführen.

Das Unternehmen versucht durch neue Aufgaben die Geschäftsfelder zu erweitern und sich neben seinen ureigenen Aufgaben als kompetenter Dienstleister der Stadt zu etablieren. Dies zum Beispiel durch den Bau von Schulgebäuden, wie die Mensa für das Schulzentrum Asterstein oder aber die Übernahme der Schulsanierung.

In Zukunft wird bei der Instandhaltung der Wohnungsbestände vermehrt die absehbare demographische Entwicklung in unserer Stadt zu berücksichtigen sein. Bereits heute sind über 40 % der WohnBau -Mieter älter als 60 Jahre. Dazu arbeitet das Unternehmen unter anderem in einem von der Stadt Koblenz ins Leben gerufenen Arbeitskreis zur innerstädtischen Raumbeobachtung und demographischen Entwicklung mit.

Michael Siegel

Geschäftsführer

 

Koblenzer WohnBau

Zahlen, Daten, Fakten:

Gesellschafter                                          Stadt Koblenz 99,41 %

                                                               Stadtwerke Koblenz 0,59 %

Bilanzsumme :                                         117,9 Mio. €

Eigenkapitalquote:                                    23,4 %

Jahresüberschuss 2004:                            332.000,-- €

Bilanzgewinn 2004:                                   131.478,--

Verwaltete Wohnungen/Gewerbeeinheiten: 3.670, davon 3.414 eigene

Durchschnittsmiete:                                  4,30 € / m² Wohnfläche

Betriebskosten:                                        1,42 € / m² Wohnfläche

Heizkosten:                                              0,58 € / m² Wohnfläche

Mod.-/Instandhaltungskosten:                    22,-- € /m² Wohnfläche

Wohn-/Nutzfläche:                                    rund 225.000 m²

Vermietungsquote:                                    94,8 %

Kündigungsquote:                                     12,47 %

MitarbeiterInnen:                                       43, davon 8 in Teilzeit sowie 3 Auszubildende

Koblenz, den 12.07.05

si

Ansprechpartner: Michael Siegel

0261/30454-11




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