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Presseinformationen

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Pressemitteilung

 

Koblenzer WohnBau - Geschäftsjahr 2005 gekennzeichnet durch Schulsanierung und Neubauprojekte

 

Aufsichtsratsvorsitzender Bürgermeister Dieter Muscheid und Geschäftsführer Michael Siegel stellten der Gesellschafterversammlung am 03.08.06 den Jahresabschluss 2005 der Koblenzer WohnBau vor. Dieser stand  im Zeichen einer Reihe neuer Aufgaben für das kommunale Wohnungsunternehmen.

 

Umfangreiche Investitionen in Koblenzer Schulen

 

Der Bau der Mensa für das Schulzentrum Asterstein wurde Anfang September 2005 fertig gestellt. Die Kosten bleiben im geschätzten Rahmen von rund 960.000,-- €. In der Ganztagsschulbetreuung  werden hier nun etwa 100 Schüler essen können. Eine zweite Mensa wird inzwischen durch die WohnBau auf dem Gelände der Diesterweg - Schule und Grundschule St. Castor für die Stadt Koblenz geplant.

 

Die vom Land erworbene ehemalige Fachhochschule Karthause-Finkenherd wird seit Anfang 2005 von Grund auf saniert und für eine Berufsschulnutzung umgebaut. Das Investitionsvolumen beträgt rund 6,5 Mio. €. In der Ausbauendstufe werden dort mehr als 900 Schüler untergebracht sein.

 

Außerdem wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr der Vertrag mit der Stadt zur Sanierung der städtischen Schulen abgeschlossen. An den 45 Schulgebäuden der Stadt existiert nach vorliegenden Kostenschätzungen der Stadt Koblenz  ein Sanierungsstau von rund 50 Mio. €.

 

Um diesen Stau zu beseitigen wurde ein Rahmenvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren abgeschlossen. Neben der laufenden Instandhaltung führt die WohnBau nicht nur die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen in einem geplanten Zeitraum von zwölf Jahren durch, sondern finanziert diese auch. Im Gegenzug zahlt die Stadt ein entsprechendes Entgelt über die gesamte Vertragslaufzeit von dreißig Jahren. 

 

  

Generationenübergreifendes Wohnen in der ehemaligen Boelcke-Kaserne

 

Das erste Projekt des generationenübergreifenden Wohnens in Koblenz realisiert die WohnBau in Kooperation mit dem Verein „Gemeinsam Wohnen in Koblenz und Umgebung e.V.“. Dabei handelt es sich um einen von vier Neubauten, die das Unternehmen in der ehemaligen Bolecke-Kaserne errichtet. Das Mehrfamilienhaus verfügt neben 11 Wohnungen über einen Gemeinschaftsraum, ein Gästeapartment sowie einen gemeinsam nutzbaren Garten. Insgesamt investiert die Koblenzer WohnBau 5,3 Mio. € in die 44 Mietwohnungen, die auch jeweils über Balkone, Aufzüge und eine Tiefgarage verfügen. Das Wohnprojekt wird sozialwissenschaftlich begleitet, wobei dies vom Land Rheinland-Pfalz gefördert wird.

 

Programm Soziale Stadt

 

Im Bund-Länderprogramm „Soziale Stadt“ plant die Koblenzer WohnBau im Stadtteil Karthause-Flugfeld ein Jugend- und Bürgerzentrum für die Stadt Koblenz.  Die Planung erfolgte unter Beteiligung von Bürgern und Jugendlichen, von denen Anregungen gegeben und Bedarfe für den Neubau des Zentrums ermittelt wurden. Mit dem Baubeginn wird nach Genehmigung der ADD Trier im Herbst 2006 gerechnet.

 

 

Umfangreiche Investitionen in den Wohnungsbestand

 

Die Vertreter der WohnBau wiesen außerdem auf die kontinuierliche Modernisierung und Instandhaltung des übrigen Wohnungsbestandes hin. Hierfür wurden insgesamt  5,0 Mio. € investiert. Davon flossen 2,1 Mio. € in die Modernisierung von Wohnungen, 2,9 Mio. € wurden in Instandhaltungsmaßnahmen investiert. 80 Wohnungen wurden dabei umfassend saniert und einem aktuellen Wohnstandard angepasst, wobei insbesondere energiesparende Brennwertheizungen installiert wurden. Der größte Teil dieser Investitionen wurde durch die heimische Bauwirtschaft ausgeführt und sicherte dort zahlreiche Arbeitsplätze.

 

Vermietungssituation

 

Die Lage am Koblenzer Immobilienmarkt blieb auch im Jahr 2005 entspannt. Die Leerstandsquote verbesserte sich durch zahlreiche Vermietungsaktivitäten 2005 auf durchschnittlich 4,6 % (Vorjahr: 5,2 %) Dabei wurde der Leerstand durch die problematischen Siedlungsgebiete der WohnBau wesentlich geprägt. Die Quote der jährlichen Kündigungen betrug zum 31.12.2005 12,98  %. Die leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr war insbesondere durch Umsetzungen von Mietern vor dem Abriss von Objekten in den Mittelweiden bedingt. Hier wird die WohnBau 2006 die Umgestaltung des Wohngebietes weiterführen, um es zukunftsfähig zu machen. Insgesamt ist die Zahl der Wohnungsbewerber der WohnBau, die Transfereinkommen beziehen um rund 10 % gestiegen.

 

 

Jahresergebnis 2005

 

Die umfangreichen baulichen Aktivitäten und der Kauf der Fachhochschule führten zu einer Erhöhung der Bilanzsumme auf 123,8 Mio. €. Trotz der hohen Investitionen in Neubau und Bestand erzielte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von 496 T€. Davon werden nach dem Beschluss der Gesellschafterversammlung 400 T€ der Bauerneuerungsrücklage zugeführt. Diese dient zukünftigen Instandhaltungsmaßnahmen des Wohnungsbestandes.

 

 Die Koblenzer WohnBau versucht durch neue Aufgaben ihre Geschäftsfelder zu erweitern und sich neben ihren ureigenen Aufgaben, wie dem  Wohnraumangebot für breite Schichten der Bevölkerung, als kompetenter Dienstleister der Stadt zu etablieren. Dies zum Beispiel durch den Bau von Schulgebäuden, wie die Mensa für das Schulzentrum Asterstein oder die Schulsanierung.

 

 In Zukunft wird bei den Aktivitäten im Wohnungsbestand vermehrt die demographische Entwicklung in unserer Stadt zu berücksichtigen sein. Bereits heute sind über 40 % der WohnBau -Mieter älter als 60 Jahre. Dazu arbeiten wir unter anderem im städtischen Arbeitskreis zur innerstädtischen Raumbeobachtung und demographischen Entwicklung mit. Dieser hat inzwischen eine aktuelle Bevölkerungsprognose bis 2020 erarbeitet und der Öffentlichkeit vorgestellt.   

 

Michael Siegel

Geschäftsführer

 

  

Koblenzer WohnBau

 

Zahlen, Daten, Fakten:

 Gesellschafter:   Stadt Koblenz             100 %
 Bilanzsumme :       123,8 Mio. €
  Eigenkapitalquote:  22,7 %
 Jahresüberschuss 2005:  496.000,-- €
 Bilanzgewinn 2005:  177.843,--  
 Verwaltete Wohnungen/  Gewerbeeinheiten:  3.549, davon  3.321 eigene
 Durchschnittsmiete:  4,33 € / m² Wohnfläche 
 Betriebskosten:   1,42 € / m² Wohnfläche 
 Heizkosten:    0,66 € / m² Wohnfläche 
 Mod.-/Instandhaltungskosten:  22,-- € /m² Wohnfläche  
 Wohn-/Nutzfläche:  rund 225.000 m²
 Vermietungsquote:   95,4 %
 Kündigungsquote:  12,98 %
 MitarbeiterInnen:

 43, davon 8 in Teilzeit sowie
   3 Auszubildende

 

 Koblenz, den  08.08.06

 si

 
 Ansprechpartner:       Michael Siegel
                                 0261/30454-11
 

 

                                    

 

 

 




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